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Verlag für Psychologie und Kultur



 

FREDI KOBEL
«sich selber treu bleiben»

Alexandra Oestvold, Editor

ISBN 3-9522485-3-3
SFr. 30. - / € 18. -

[Bestellung][Online-Kapitel]



Alfred Kobel

Was einst Reto Mettler anlässlich der «Gruppenausstellung
Trubschachen» über Fredi Kobels Arbeit sagte:

«Die Landschaft St. Gallens und des angrenzenden
Appenzellerlandes, wo Alfred Kobel aufwuchs, die
bewegte Topografie mit den streng abgesetzten Wald-
flecken und den kubischen Akzenten der eingestreuten
Häuschen kehren gleichsam als formale Grundelemente
in seiner Malerei wieder.
Kobels Malerei angelegt auf Einfachheit und die
Beschränkung auf wenige Bildelemente, ist prädestiniert
für die Anwendung im architektonischen
Zusammenhang.
So hat Kobel nebst seiner Lehrtätigkeit
an der Kunstgewerbeschule St. Gallen eine grosse
Zahl von öffentlichen Kunstwerken geschaffen. In
Glasmalereien und Wandarbeiten von grosser Frische
und architektonischer Einfühlung zeigt sich die stille
Monumentalität, die auch seinen kleinformatigen
Tafelbildern eignet. In Kobels Malerei hat sich der
revolutionäre Auf bruch des Kubismus zur selbstverständ-
lichen Grundlage beruhigt, die es dem Maler erlaubt, im
Gegenständlichen zu bleiben und doch das Gesehene
von Grund auf neu zu bauen.»

Wie seit Jahren bannt Fredi Kobel Geschautes so
ins Bild, dass es als schlichte oder als gross geformte
Komposition überzeugt. Die Abstraktion ist einmal
in Ansätzen da, ein andermal dominant. Impression
und Gestaltung vereinen sich in Landschaften, etwa
in Wiesenblumen oder Kornfeldern. Gleichklang von
Form, Farbe und Ausdruck prägen seine Arbeiten.

«Dem St. Galler Kunstmaler, Zeichner, Illustrator
von Schulbüchern und Lehrer Alfred Kobel ist eine
grosse ideenreiche Schaffenskraft eigen.»


Ida und Fredi Kobel...seit über 50 Jahren ein Paar.

Ida Kobel

Schwer heimgesucht vor etlichen Jahren durch Krankheit,
Leiden und Todesnähe, wurde für Ida das Malen
seither zum heilsamen Faktor. Sie bringe damit die
Faszination wiedergewonnenen Lebens zum Ausdruck,
meint Fredi Kobel. Aus leidvoller Erfahrung, das
sie hellsichtig für Engel machte, ist ein künstlerisches
Phänomen erwachsen.

Blumen, Landschaften, Engel
Blumen machten ihr wieder neuen Mut und gaben ihr
neue Kraft. Kraftvoll, gross in der Form, ureigen in
besonderer Farbigkeit geraten ihr Blumenbilder. Nie
auf Gefälligkeit oder Effekte hin angelegt. Da gibt es
neben leuchtenden Blüten auch die spröde Kerbel, die
abgestorbene Sonnenblume. Und bei den Landschaften
den Regentag am Meer.
Über das Atmosphärische hinaus trifft die Malerin
das Besondere eines Stücks dem Himmel stets
verschwisterter Erde.

Nicht abgemalt, innerlich erlebt
Zur Entäusserung schwer erklärbarer, oft durch Leiden
und Schmerz bedingter, innerer Gesichter werden ihre
Engelbilder: Schwebende Engelscharen, Lichtengel,
Schutzengel, Posaunenengel, Nachtengel. Fast immer
nur aus lichtem, leeren Antlitz und Flügeln wie Segel
bestehende, horizontal durch Sternenräume pfeilende,
stets aber als durchaus wirklich empfundene Himmels-
und Lichtwesen. Es gibt auch solche, die bei Ida
Kobel auf Leitern zwischen Himmel und Erde auf- und
niedersteigen. Engel bedeuten bei ihr in der Tat eine
neue, oft bestürzende Dimension.

Hermann Bauer

 

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